Posaunenchor beim Weltrekord
72 Stunden Bläsermusik. Für den Weltrekord braucht es einen langen Atem
Samstag, 4 Uhr morgens. 20 Bläserinnen und Bläser des Posaunenchores St. Markus und aus befreundeten Chören stehen auf dem noch leeren Jakobsplatz in Nürnberg. Aus der innen beleuchteten Jakobskirche dringt Musik nach außen. Der Weltrekordversuch läuft:
72 Stunden ohne Pause wollen Posaunenchöre aus Bayern und anderen Bundesländern Musik machen. Rund um die Uhr übernehmen für je 90 Minuten drei Chöre die musikalische Ausgestaltung. Zwischen den Stücken, so schreiben es die Wettbewerbsregularien vor, dürfen nicht mehr als zehn Sekunden vergehen.
Der Posaunenchor St. Markus gehört zu den rund 1850 Musizierenden aus 140 teilnehmenden Chören, die am Rekordversuch beteiligt sind. Er übernahm die Schicht von 4:30 bis 6:00 Uhr. Für den Auftritt wählte Chorleiter Benedikt Schäfer neben Chorälen aus dem Repertoire der Posaunenchorliteratur passende Titel, zum Beispiel Turn Your Eyes upon Jesus, Seid fröhlich in Hoffnung und Moderato Festoso.
Organisiert wurde der Weltrekordversuch am ersten Sommerferienwochenende vom Verband evangelischer Posaunenchöre in Bayern. Das bislang längste Bläserkonzert dauerte 24 Stunden. Mit dem Posaunen-Weltrekord über 72 Stunden wollte der Verband für das Ehrenamt in den Kirchengemeinden werben und Musizierende für die Chöre in Bayern gewinnen. Auch Landesbischof Christian Kopp beteiligte sich aktiv längsten am Konzert der Kirchenmusik.
Das frühe Aufstehen hat sich für den Chor aus der Ingolstädter Kirchengemeinde gelohnt. Inzwischen wurde der Weltrekord vom Rekord-Institut Deutschland bestätigt: Die Bläserinnen und Bläser aus St. Markus sind Teil des „längsten Bläserkonzerts (Staffel)“ – und damit „Weltrekordler“. Herzlichen Glückwunsch!
