Lied des MONATS

Gemeinsames Singen verbindet und kann eine große Kraft entfalten. Jede und jeder ist eingeladen – Menschen mit einer wunderbaren Gesangstimme ebenso wie Menschen, die vielleicht nur jeden zweiten Ton treffen. Wir wollen an dieser Stelle ein Kirchenlied vorstellen – einfach, damit man ein wenig in Kontakt bleibt oder wieder in Kontakt kommt – mit diesem großen Schatz, der sich über die Jahrhunderte für uns angesammelt hat.

In dieser Ausgabe: „Meine Hoffnung und meine Freude“ (EG 697)

Das Lied „Meine Hoffnung und meine Freude“ stammt aus der ökumenischen Gemeinschaft Communauté de Taizé. Es wurde in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts komponiert und gehört zu den sogenannten Taizé-Gesängen. Diese zeichnen sich durch ihre schlichte Form und ihre besondere spirituelle Tiefe aus. Der französische Komponist Jacques Berthier (1923 – 1994) wuchs in einer musikalischen Familie auf und pflegte eine langjährige Zusammenarbeit mit der Communauté de Taizé. Für diese komponierte er über 200 Gesänge und prägte damit die moderne Kirchenmusik weltweit.

Der Text in „Meine Hoffnung und meine Freude“ greift Gedanken aus den Psalmen auf und bringt Vertrauen und Zuversicht im Glauben zum Ausdruck. Durch seine einfache Melodie lädt das Lied dazu ein, innerlich zur Ruhe zu kommen und sich auf das Gebet zu konzentrieren.

Es wird vor allem in Andachten und Gottesdiensten gesungen, häufig in mehrfacher Wiederholung. Diese Wiederholungen sind typisch für Taizé-Gesänge und schaffen eine ruhige, meditative Atmosphäre, einen Raum der Ruhe.

„Meine Hoffnung und meine Freude“ ist heute eines der bekanntesten Taizé-Lieder und wird weltweit gesungen. Ein weiteres Lied, das Menschen unterschiedlicher Herkunft im gemeinsamen Gebet verbindet.

Hörprobe: https://www.youtube.com/watch?v=4V89ltFuHAQ&list=RD4V89ltFuHAQ&start_radio=1

Zuletzt geändert am 09.05.2026 14:38 Uhr