Unsere Religionspädagogin Fiona Ufer verabschiedet sich leider nach dem Konfisommer von St. Markus!

Am 14. Juni 2022 traf ich mich mit Fiona zu einem „Abschiedsinterview“, im Biergarten vom Gasthaus Bonschob. Wir kamen von einem Thema ins andere und schnell wurde klar, wie sehr St. Markus in der kurzen Zeit Fiona ans Herz gewachsen ist. Aus familiären Gründen hat sich Fiona zu einem neuen Weg, der sie wieder näher zu ihrer Familie führt, entschieden.

Fiona kam im September 2020 vom Vorbereitungsdienst, den sie in Wolnzach absolviert hat, zu uns nach St. Markus, ihrer nun ersten Gemeindestelle, mit dem Aufgabenfeld „Jugendarbeit“. Es war bei uns nur eine halbe Stelle ausgeschrieben und die andere halbe Stelle hat Fiona im Schuldienst angenommen.

Leider war die Zeit von Fiona in Ingolstadt von Anfang an durch Corona geprägt! Das bedeutete Veranstaltungen andenken, teils kurzfristig absagen, umstrukturieren, sich neuen Corona Bedingungen anpassen.

Da Gruppen und Kreise meist nicht tagen oder proben durften, konnte Fiona persönliche Kontakte anfangs so gut wie gar nicht knüpfen. Da kam die Fotoaktion #meinStMarkus, die anlässlich zu 60 Jahren St. Markus das Leben in St. Markus widerspiegeln sollte, gerade recht. Beim Zuordnen von Fotos lernte sie zumindest auf diesem Wege schon Mal verschiedene Personen, Kreise und Aktionen kennen.

Leider kam auch noch ein massiver Umbruch in der Jugendarbeit auf Fiona zu. Die Älteren sind zum Studieren teils weggezogen und neue Interessenten kamen wegen der Coronabeschränkungen nur sehr spärlich dazu. Deshalb kam im Oktober 2021 die Idee auf, mit Brunnenreuth/Spitalhof eine gemeindeübergreifende Jugendgruppe zu gründen. Der Name „Meeteinander“ war schnell gefunden und so traf sich diese Eventgruppe z.B. zu einer Reformation-Nachdenk-Werkstatt mit Thema: „Was kann Kirche tun, um Jugend wieder zu binden?“, zu einer Adventsfeier, zu einem Themenabend „Nachhaltigkeit/Bewahrung der Schöpfung/Bienen“ und zum gemeinsamen Zelten!

2020 durfte der Konfi Sommer Corona bedingt nicht stattfinden und so fand einmal im Monat ein Konfi-Notkurs im Gemeindehaus statt, der teils tatsächlich auch online stattfinden musste, weil LIVE-Treffen nicht erlaubt waren. Dies war für alle Beteiligten eine neuartige Erfahrung und brachte einiges an Herausforderungen mit sich, die aber gut gemeistert wurden. Zum Glück konnte sich Fiona 2021 auf einen Konfi-Sommer live in den Bergen freuen. Natürlich müssen dafür bei einer halben Stelle schon sehr viele Stunden verwendet werden, die dann der Gemeindearbeit nicht mehr zu Verfügung stehen. Aber Fiona hat dadurch viel mehr Kontakte knüpfen und Gespräche führen können, was dazu führte, dass wir endlich wieder viele Teamer gewinnen konnten, die nun einen Konfi-Sommer 2022 mit begleiten. 2021 und 2022 ist das in den Bergen gemietete Haus ein „Selbstversorger-Haus“, aber auch das wurde letztes Jahr und wird auch dieses Jahr gut gemeistert werden.

Gerade jetzt in den letzten Wochen hat Fiona die Möglichkeit gehabt, die Konfirmierten und verbliebenen Jugendlichen aus der Gruppe kennen zu lernen. Und bei Gesprächen zur anstehenden Neugestaltung unserer Kirche kam tatsächlich oft der Wunsch nach einer warmen Kirche und vielen Pflanzen, gerne zum Beispiel auch Raumtrenner aus Pflanzen. Das gibt uns Fiona für die Zukunft und die Neugestaltung noch mit als Überlegung auf den Weg!

Die von Fiona ins Leben gerufene Auszeit abends in der Adventszeit war zwar nicht so sehr besucht, aber die Menschen, die teilgenommen haben, kamen so oft wie möglich wieder. Sie ließen sich von adventlicher Musik, inspirativen Texten und Bildern sowie der wohligen Atmosphäre durch Kerzenschein, Lebkuchen und Tee in die adventliche Zeit einführen. Danke Fiona! Es war klasse, super erholsam und kraftspendend! Ich hätte mich sehr auf eine Neuauflage im Advent 2022 gefreut! Aber wer weiß, vielleicht übernimmt jemand Deine Idee und versucht wieder, Menschen im Advent „Stille finden und spüren zu lassen!“

Auf meine Frage, was für Fiona wichtig an der Gemeindearbeit ist, kam von ihr sofort: „Eine große Familie, zu Gast sein im Hause Gottes, miteinander feiern und sich nahe sein, miteinander über Gott und die Welt reden!" Also sehr viel, was ihr leider in der kurzen Zeit in St. Markus wegen Corona verwehrt worden ist.
Schade, Fiona.

So wünschen wir Dir, Fiona, nun für Deinen weiteren Lebensweg alles Gute, Glück und Gottes Segen, viel Kraft für die neuen Herausforderungen und für Deine neue Arbeitsstelle viel Erfolg und viele Wohlfühlmomente, ohne die keine Arbeit Freude macht!

Beste Wünsche für Dich sagt

Ulrike Haase
Zuletzt geändert am 14.10.2022 22:58 Uhr