Balkenkreuz
St. Markus Ingolstadt

20 Jahre Besuchsdienst

Rückblick auf 20 Jahre Besuchsdienst

"Besuche machen kann doch jeder", sagen manche. Andere halten entgegen: "Besuche machen im Auftrag der Kirchengemeinde will gelernt sein."
In der Besuchsdienstarbeit hat unsere Gemeinde bereits eine 20-jährige Tradition. Heute besteht die Gruppe aus 9 Ehrenamtlichen und einer hauptamtlichen Leitung (siehe Foto). Die Zielgruppe sind Geburtstagsjubilare, die ab ihrem 70. Lebensjahr im 5-Jahresrhythmus und ab dem 90. Lebensjahr jährlich besucht werden.
Ein Besuchsdienst, der von ehrenamtlichen Mitarbeitenden getragen wird und in Zusammenhang mit Hauptamtlichen die Besuche durchführt, ist lebendiger Ausdruck des "Priestertums aller Gläubigen." Dies setzt ein Verständnis von Gemeinde voraus, in der alle Gemeindeglieder Verantwortung für die gemeindliche Arbeit tragen.
Besuche machen im Auftrag der Kirchengemeinde ist eine anspruchsvolle Aufgabe, die gelernt sein will. Es geht dabei nicht nur um das Verteilen der Besuchstermine, Gesprächsführung und Gestaltung der Besuche, sondern auch um eine innere Haltung, die der Gemeinde ein weltoffenes und freundliches Gesicht verleiht.
Die Ehrenamtlichen erleben es als entlastend, einen Besuchsdienstausweis vorlegen zu können, mit dem sie ihre Beauftragung durch die Gemeinde belegen können. Denn an den Haustüren klingeln heute viele Menschen. "Ich komme von der Kirche" kann jeder behaupten. Aus gutem Grund werden Besuche zunehmend misstrauischer betrachtet.
Mit der Begleitung ehrenamtlicher Arbeit und der Weiterbildung ist die Gemeindereferentin betraut. Regelmäßig findet in der Gruppe ein Erfahrungsaustausch statt. Wer Besuche macht, weiß, dass die Begegnung zwischen Menschen unerwartete Prozesse in Gang bringen kann; die Stimmung kippt, Schweigen tritt ein, der Besuchte reagiert abweisend. Dann tut es gut, später in einem geschützten Rahmen darüber reden zu können und Situationen zu reflektieren. Ehrenamtliche haben einen Anspruch auf professionelle Begleitung. Sie dient der Qualitätssicherung der Arbeit. Gruppenregeln wie Verschwiegenheit, Verlässlichkeit oder einander zuhören sind erforderlich, genauso wie das Bereitstellen von Materialien (Geburtstagsgeschenke, Broschüren) und der Zugang zu notwendigen Daten (Geburtstagslisten).
Wenn auch Sie Freude am Umgang mit Menschen haben und sich in unserer Gemeinde engagieren möchten, sind Sie in unserem Team herzlich willkommen. Ihre Entscheidung für die Mitarbeit im Besuchsdienst wird nicht als immerwährende Verpflichtung verstanden. Das Ehrenamt zu beenden, ist jederzeit möglich.
Wir freuen uns auf Sie!
Die Gemeindereferentin und das Besuchsdienstteam